
Zuletzt aktualisiert: 19. August 2026
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Das DKB Juniordepot ermöglicht Eltern, langfristig Geld für ihr Kind in ETFs, Fonds, Aktien oder Anleihen anzulegen. Statt das Geld ausschließlich auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto aufzubewahren, können Familien damit am Kapitalmarkt investieren. Das bietet Renditechancen, ist aber immer auch mit Kursschwankungen und Verlustrisiken verbunden.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Voraussetzungen für das DKB Juniordepot gelten, welche Kosten entstehen und worauf Eltern bei ETF-Sparplänen, Steuern und dem 18. Geburtstag ihres Kindes achten sollten.
Das Wichtigste zum DKB Juniordepot
- Die Depotführung ist derzeit kostenlos.
- ETF-, Aktien- und Fondssparpläne kosten 1,50 Euro je Ausführung.
- Ein Wertpapiersparplan ist grundsätzlich ab 25 Euro möglich.
- Das Kind benötigt zunächst ein DKB-Kinderkonto.
- Mindestens ein Elternteil muss ein DKB-Girokonto besitzen.
- Das angelegte Vermögen gehört rechtlich dem Kind.
- Ab dem 18. Geburtstag entscheidet das Kind selbst über das Geld.
- Wertpapieranlagen können im Wert steigen, aber auch Verluste verursachen.
Was ist das DKB Juniordepot?
Das DKB Juniordepot ist ein Wertpapierdepot für minderjährige Kinder. Es wird auf den Namen des Kindes eröffnet und von den gesetzlichen Vertretern verwaltet. Eltern können damit beispielsweise regelmäßig über einen ETF-Sparplan investieren oder einzelne Wertpapiere für ihr Kind kaufen.
Das Ziel besteht meistens darin, über viele Jahre ein finanzielles Polster aufzubauen. Das Geld kann später beispielsweise für den Führerschein, eine Ausbildung, ein Studium oder die erste eigene Wohnung verwendet werden.
Im Gegensatz zu einem Kinderkonto oder Tagesgeldkonto ist der Wert des Depots nicht garantiert. Die Kurse der enthaltenen Wertpapiere können schwanken. Das Juniordepot eignet sich daher vor allem für Geld, das voraussichtlich über einen längeren Zeitraum nicht benötigt wird.
Welche Voraussetzungen gelten für das DKB Juniordepot?
Die Eröffnung ist an mehrere Voraussetzungen gebunden:
- Das Depot wird für ein minderjähriges Kind eröffnet.
- Das Kind benötigt ein DKB-Girokonto u18 beziehungsweise Kinderkonto.
- Mindestens ein Elternteil muss bereits ein eigenes DKB-Girokonto führen.
- Alle gesetzlichen Vertreter müssen der Eröffnung zustimmen.
- Für das Kind und die gesetzlichen Vertreter müssen aktuelle Kontaktdaten und Banking-Zugänge vorliegen.
Falls dein Kind noch kein Konto bei der DKB besitzt, muss deshalb zuerst das DKB-Kinderkonto eröffnet werden.
Werbung: Mindestens ein Elternteil benötigt ein DKB-Girokonto, bevor ein Kinderkonto und anschließend das Juniordepot eingerichtet werden können.
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DKB Juniordepot: Kosten im Überblick
Die Depotführung ist nach den derzeit veröffentlichten DKB-Konditionen kostenlos. Für Sparplanausführungen und einzelne Wertpapierkäufe können jedoch Gebühren entstehen.
| Leistung | Aktuelle Kosten |
|---|---|
| Depotführung | Kostenlos |
| ETF-, Aktien- und Fondssparplan | 1,50 Euro je Ausführung |
| Order bis 5.000 Euro | 10 Euro |
| Order über 5.000 bis 20.000 Euro | 15 Euro |
| Order ab 20.000 Euro | 30 Euro |
| Zusätzliches Ausführungsentgelt über Xetra oder Parkettbörsen | 2,50 Euro |
| Ausführungsentgelt über Tradegate, gettex oder Quotrix | Derzeit kostenlos |
Zusätzlich können Kosten des ausgewählten Fonds oder ETFs entstehen. Dazu gehören beispielsweise laufende Produktkosten und mögliche Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Deshalb sollte nicht nur auf die Depotgebühr geachtet werden.
Wichtig: Konditionen können sich ändern. Prüfe vor der Eröffnung immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis der DKB.
Wie stark fällt die Sparplangebühr ins Gewicht?
Die feste Gebühr von 1,50 Euro wirkt sich bei kleinen Sparraten prozentual stärker aus als bei höheren Sparraten. Die folgende Berechnung betrachtet ausschließlich die Ausführungsgebühr und keine weiteren Produktkosten:
| Sparrate | Gebühr je Ausführung | Anteil an der Sparrate |
|---|---|---|
| 25 Euro | 1,50 Euro | 6,00 Prozent |
| 50 Euro | 1,50 Euro | 3,00 Prozent |
| 100 Euro | 1,50 Euro | 1,50 Prozent |
| 200 Euro | 1,50 Euro | 0,75 Prozent |
Gerade bei einer Sparrate von nur 25 Euro ist die Gebühr deshalb vergleichsweise hoch. Eine seltenere Ausführung mit einem höheren Betrag kann die prozentuale Kostenbelastung senken. Dabei wird das Geld allerdings auch seltener investiert. Eltern sollten deshalb Kosten, Ausführungsrhythmus und persönliche Planung gemeinsam betrachten.
Welche Anlagen sind im Juniordepot möglich?
Über das DKB Juniordepot können nach Angaben der Bank unter anderem folgende Wertpapierarten genutzt werden:
- Aktien-ETFs und Anleihen-ETFs
- Aktien-, Anleihen-, Geldmarkt- und Mischfonds
- Einzelaktien
- Anleihen
Bestimmte hochspekulative Produkte wie Optionsscheine und Zertifikate sind im Juniordepot ausgeschlossen. Das verhindert jedoch nicht, dass auch die zugelassenen Wertpapiere an Wert verlieren können.
ETF-Sparplan für Kinder: Warum die Laufzeit wichtig ist
Viele Eltern verwenden ein Juniordepot für einen langfristigen ETF-Sparplan. Ein breit gestreuter ETF kann das Geld auf zahlreiche Unternehmen, Länder und Branchen verteilen. Dadurch hängt die Entwicklung nicht ausschließlich von einem einzelnen Unternehmen ab.
Breite Streuung beseitigt das Risiko allerdings nicht. Aktienmärkte können über Monate oder Jahre fallen. Wer das Geld zu einem festgelegten Zeitpunkt benötigt, sollte deshalb rechtzeitig vor diesem Termin prüfen, ob ein Teil des Vermögens schrittweise in weniger schwankungsanfällige Anlagen umgeschichtet werden soll.
Keine Renditegarantie: Vergangene Kursentwicklungen sind keine verlässliche Aussage über zukünftige Ergebnisse. Auch ein weltweit gestreuter ETF kann zwischenzeitlich deutlich an Wert verlieren.
Wem gehört das Geld im DKB Juniordepot?
Das ist einer der wichtigsten Punkte: Das Depot wird auf den Namen des Kindes geführt. Das eingezahlte Geld und die gekauften Wertpapiere gehören deshalb dem Kind und nicht mehr den Eltern.
Die Eltern verwalten das Vermögen während der Minderjährigkeit als gesetzliche Vertreter. Sie dürfen das Geld nicht beliebig für eigene Ausgaben verwenden. Entnahmen müssen im Interesse des Kindes erfolgen.
Was passiert mit dem 18. Geburtstag?
Mit der Volljährigkeit erhält das Kind die alleinige Kontrolle über sein Konto und sein Vermögen. Die Eltern verlieren grundsätzlich ihre Verfügungsberechtigung. Das volljährige Kind entscheidet dann selbst, ob es weiter spart, Wertpapiere verkauft oder das Geld für andere Zwecke verwendet.
Wenn Eltern auch nach dem 18. Geburtstag bestimmen möchten, wofür das Geld eingesetzt wird, ist ein Depot auf den Namen des Kindes möglicherweise nicht die passende Lösung. Dann kann ein Depot auf den Namen der Eltern mehr Kontrolle bieten. Die steuerliche und rechtliche Situation ist dabei jedoch eine andere.
Steuern beim DKB Juniordepot
Kinder sind steuerlich eigenständige Personen. Deshalb können sie grundsätzlich einen eigenen Sparer-Pauschbetrag nutzen. Dieser beträgt derzeit 1.000 Euro pro Jahr. Damit die Bank Kapitalerträge bis zum eingetragenen Betrag nicht automatisch besteuert, muss für das Kind ein eigener Freistellungsauftrag eingerichtet werden.
Bei höheren Kapitalerträgen kann unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung sinnvoll sein. Diese wird beim zuständigen Finanzamt beantragt. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, hängt von den gesamten Einkünften des Kindes ab.
Achtung: Höheres Vermögen oder höhere Einkünfte des Kindes können Auswirkungen auf staatliche Leistungen, BAföG oder die beitragsfreie Familienversicherung haben. Bei größeren Beträgen sollte die individuelle Situation steuerlich und sozialrechtlich geprüft werden.
Vorteile des DKB Juniordepots
- Derzeit kostenlose Depotführung
- Langfristiger Vermögensaufbau bereits im Kindesalter möglich
- Sparpläne für ETFs, Fonds und Aktien
- Sparraten grundsätzlich ab 25 Euro
- Sparpläne können angepasst oder pausiert werden
- Eigener Sparer-Pauschbetrag des Kindes nutzbar
- Bestimmte besonders spekulative Wertpapierarten sind ausgeschlossen
- Geldgeschenke können langfristig angelegt werden
Nachteile und wichtige Einschränkungen
- Kursschwankungen und Verluste sind möglich.
- Die Gebühr von 1,50 Euro belastet kleine Sparraten relativ stark.
- Das Kind benötigt ein DKB-Kinderkonto.
- Mindestens ein Elternteil benötigt ein DKB-Girokonto.
- Das Vermögen gehört unwiderruflich dem Kind.
- Ab dem 18. Geburtstag entscheidet das Kind allein über das Geld.
- Das Vermögen kann spätere Sozialleistungen oder BAföG beeinflussen.
- Produktkosten des ausgewählten ETFs oder Fonds kommen hinzu.
DKB Juniordepot oder Kinderkonto?
| Kriterium | Kinderkonto/Tagesgeld | Juniordepot |
|---|---|---|
| Zweck | Geld verwahren und kurzfristig sparen | Langfristig investieren |
| Wertschwankungen | Keine börsenbedingten Kursschwankungen | Kursschwankungen und Verluste möglich |
| Verfügbarkeit | Gut für kurzfristig benötigtes Geld | Eher für einen langen Anlagezeitraum |
| Renditechance | Abhängig vom angebotenen Zinssatz | Höhere Chancen, aber keine Garantie |
| Typischer Einsatz | Notgroschen, Taschengeld und geplante Ausgaben | Führerschein, Studium oder langfristiges Startkapital |
Beide Varianten können sich ergänzen: Kurzfristig benötigtes Geld bleibt auf einem Kinder- oder Tagesgeldkonto. Geld mit einem langen Anlagehorizont kann – passend zur Risikobereitschaft der Familie – über ein Juniordepot investiert werden.
DKB Juniordepot eröffnen: So funktioniert es
- Prüfen, ob mindestens ein Elternteil bereits ein DKB-Girokonto besitzt.
- Falls noch nicht vorhanden, ein DKB-Kinderkonto für das Kind eröffnen.
- Mit den Zugangsdaten des Kindes im DKB-Banking anmelden.
- Im Bereich „Produkte“ das Juniordepot auswählen.
- Antrag vollständig ausfüllen und bestätigen.
- Alle gesetzlichen Vertreter bestätigen den Antrag in ihrem Banking.
- Nach der Eröffnung eine passende Anlage auswählen.
- Freistellungsauftrag für das Kind prüfen und gegebenenfalls einrichten.
Noch kein DKB-Girokonto vorhanden? Dieses wird benötigt, bevor das Kinderkonto und anschließend das DKB Juniordepot eröffnet werden können.
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Für wen kann sich das DKB Juniordepot eignen?
Das Angebot kann für Familien interessant sein, die bereits DKB-Kunden sind und über einen längeren Zeitraum regelmäßig für ihr Kind investieren möchten. Besonders wichtig ist, dass kurzfristige Kursschwankungen ausgehalten werden können und das Geld nicht für laufende Familienausgaben benötigt wird.
Weniger geeignet ist ein Juniordepot, wenn das Geld zu einem festen, bald anstehenden Termin vollständig gebraucht wird oder wenn die Eltern auch nach der Volljährigkeit bestimmen möchten, wie das Vermögen verwendet wird.
Häufige Fragen zum DKB Juniordepot
Ist das DKB Juniordepot kostenlos?
Die Depotführung ist derzeit kostenlos. Für Sparplanausführungen fallen regulär 1,50 Euro je Ausführung an. Bei Einzelkäufen entstehen abhängig vom Ordervolumen weitere Gebühren.
Ab welcher Sparrate ist ein ETF-Sparplan möglich?
DKB-Wertpapiersparpläne können grundsätzlich ab 25 Euro eingerichtet werden. Bei kleinen Sparraten sollte die feste Ausführungsgebühr besonders beachtet werden.
Braucht mein Kind ein DKB-Kinderkonto?
Ja. Für die Eröffnung des Juniordepots wird zunächst ein DKB-Girokonto u18 benötigt. Außerdem muss mindestens ein Elternteil ein eigenes DKB-Girokonto besitzen.
Kann das angelegte Geld verloren gehen?
Wertpapiere können an Wert verlieren. Eine breite Streuung kann einzelne Risiken reduzieren, schützt aber nicht vollständig vor Verlusten.
Wem gehört das Geld im Juniordepot?
Das Vermögen gehört dem Kind, da Konto und Depot auf seinen Namen geführt werden. Die Eltern verwalten es während der Minderjährigkeit.
Was passiert, wenn das Kind 18 Jahre alt wird?
Ab der Volljährigkeit entscheidet das Kind selbst über das Depot und das darin enthaltene Vermögen. Die Eltern verlieren grundsätzlich ihren Zugriff.
Hat das Kind einen eigenen Steuerfreibetrag?
Ja. Kinder haben einen eigenen Sparer-Pauschbetrag. Damit dieser direkt bei der Bank berücksichtigt wird, muss ein Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes eingerichtet werden.
Fazit: Lohnt sich das DKB Juniordepot?
Das DKB Juniordepot bietet Familien eine unkomplizierte Möglichkeit, langfristig über ETFs, Fonds, Aktien oder Anleihen für ein Kind zu investieren. Positiv sind die kostenlose Depotführung, die flexible Sparplangestaltung und die Auswahl verschiedener Anlageformen.
Die feste Sparplangebühr von 1,50 Euro fällt bei kleinen Sparraten allerdings deutlich ins Gewicht. Außerdem müssen Eltern bedenken, dass das Vermögen dem Kind gehört und dieses ab dem 18. Geburtstag allein darüber bestimmen kann.
Ob das Juniordepot zur eigenen Familie passt, hängt deshalb vom Anlagezeitraum, der Sparrate, der Risikobereitschaft und dem gewünschten Zugriff auf das Geld ab.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Geldanlagen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.
Quellen und weiterführende Informationen:
DKB: Informationen zum Juniordepot
DKB: Juniordepot eröffnen
Verbraucherzentrale: Was sich mit dem 18. Geburtstag ändert
Einkommensteuergesetz: Sparer-Pauschbetrag