
Der DKB Aktivstatus bringt Vorteile, die vor allem beim Bezahlen und Geldabheben außerhalb des Euroraums wichtig werden. Dafür müssen normalerweise mindestens 700 Euro pro Monat auf dem DKB-Girokonto eingehen. Doch welche Eingänge zählen, was passiert bei einem fehlenden Monat und lohnt sich der Aktivstatus überhaupt? Hier findest du die wichtigsten Regeln verständlich zusammengefasst.
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Das Wichtigste in Kürze
- Für den DKB Aktivstatus müssen in der Regel monatlich insgesamt mindestens 700 Euro eingehen.
- Die 700 Euro dürfen sich aus mehreren Zahlungseingängen zusammensetzen.
- Die DKB prüft monatlich die vergangenen drei Monate.
- Bei Neukunden gilt der Aktivstatus unter bestimmten Voraussetzungen automatisch für die ersten drei Monate.
- Mit Aktivstatus sind Zahlungen und Bargeldabhebungen mit der Visa Debitkarte seitens der DKB auch in Fremdwährungen kostenlos.
- Ohne Aktivstatus berechnet die DKB bei Umsätzen in Fremdwährung derzeit 2,20 Prozent.
- Ein kostenloses Girokonto bedeutet nicht in jedem Fall, dass gleichzeitig der Aktivstatus besteht.
Was ist der DKB Aktivstatus?
Der DKB Aktivstatus ist ein besonderer Status für das DKB-Girokonto. Er wird nicht als separates Produkt gebucht. Stattdessen prüft die Bank regelmäßig, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.
Der wichtigste Vorteil zeigt sich auf Reisen und bei Bestellungen in Fremdwährungen: Mit der kostenlosen Visa Debitkarte können Kunden mit Aktivstatus seitens der DKB weltweit ohne zusätzliches Währungsumrechnungsentgelt bezahlen und Bargeld abheben. Ohne Aktivstatus bleiben Zahlungen und Abhebungen in Euro ebenfalls kostenlos, bei anderen Währungen fällt jedoch ein Entgelt an.
Der Status kann außerdem einen günstigeren variablen Dispozins und ein kostenloses Notfallpaket bei Kartenverlust im Ausland umfassen. Händler und Geldautomatenbetreiber können trotzdem eigene Gebühren verlangen. Diese Fremdgebühren werden von der DKB nicht erstattet.
Wie bekommt man den DKB Aktivstatus?
Als Bestandskunde erhältst oder behältst du den Aktivstatus, wenn drei Monate in Folge mindestens 700 Euro pro Monat auf deinem DKB-Girokonto eingehen. Danach muss der Mindestgeldeingang weiterhin jeden Monat erreicht werden.
Die DKB prüft die Voraussetzung monatlich und betrachtet dabei jeweils die vergangenen drei Monate. Eine Änderung der Leistungen wird laut DKB spätestens am dritten Bankarbeitstag eines Monats berücksichtigt.
Aktivstatus für Neukunden
Neukunden bekommen den Aktivstatus zunächst für drei Monate automatisch. Das gilt nach Angaben der DKB, wenn in den vorherigen zwölf Monaten kein anderes DKB-Girokonto bestand. Wer den Status danach behalten möchte, sollte den regelmäßigen Geldeingang rechtzeitig einrichten.
Praktischer Tipp: Warte nicht bis zum letzten Tag des Monats. Für die Prüfung zählt der Buchungstag und nicht das Wertstellungsdatum. Plane den Geldeingang deshalb einige Bankarbeitstage vor Monatsende ein.
DKB Aktivstatus: Welche Geldeingänge zählen?
Die 700 Euro müssen nicht in einer einzigen Zahlung eingehen. Mehrere kleinere Beträge werden zusammengerechnet, solange sie innerhalb desselben Kalendermonats gebucht werden und nicht zu den ausgeschlossenen Buchungen gehören.
Ein bestimmter Verwendungszweck wie „Gehalt“ ist nach den öffentlich zugänglichen DKB-Angaben nicht vorgeschrieben. Die Bank empfiehlt neben der Nutzung als Gehaltskonto ausdrücklich auch einen regelmäßigen Dauerauftrag. Entscheidend bleibt, dass der Zahlungseingang tatsächlich gebucht wird und nicht unter eine Ausnahme fällt.
Diese Buchungen zählen laut DKB nicht als Geldeingang
- Wertpapierumsätze
- Zinsgutschriften
- Stornobuchungen
- Rückbuchungen von Guthaben
- Rücküberweisungen
- Rücklastschriften und Rückschecks
- Auszahlungen aus Darlehen der DKB
- Auszahlungen aus bei der DKB angelegten Sparprodukten
Wenn du den Mindestbetrag aus verschiedenen Quellen zusammensetzt, solltest du die Eingänge im Banking kontrollieren. Schon ein verspätet gebuchter Teilbetrag kann dazu führen, dass die Grenze in einem Monat nicht erreicht wird.
DKB mit und ohne Aktivstatus im Vergleich
| Leistung | Mit Aktivstatus | Ohne Aktivstatus |
|---|---|---|
| Bezahlen in Euro | Seitens der DKB kostenlos | Seitens der DKB kostenlos |
| Geldabheben in Euro | Seitens der DKB kostenlos | Seitens der DKB kostenlos |
| Bezahlen in Fremdwährung mit Visa Debitkarte | Seitens der DKB kostenlos | 2,20 % des Umsatzes |
| Geldabheben in Fremdwährung mit Visa Debitkarte | Seitens der DKB kostenlos | 2,20 % des verfügten Betrags |
| Notfallpaket bei Kartenverlust im Ausland | Inklusive | Notfallkarte 180 €, Notfallbargeld 150 € |
| Variabler Dispozins | Derzeit 7,91 % pro Jahr | Derzeit 8,51 % pro Jahr |
Stand: 31. Juli 2026. Zusätzliche Gebühren von Händlern oder Geldautomatenbetreibern sind möglich. Die Angaben gelten für die Visa Debitkarte, soweit nicht anders angegeben.
Wie teuer ist die DKB ohne Aktivstatus?
Ohne Aktivstatus entsteht nicht automatisch bei jeder Kartennutzung eine Gebühr. Innerhalb des Euroraums können Zahlungen und Bargeldabhebungen mit der Visa Debitkarte seitens der DKB weiterhin kostenlos sein. Relevant wird der Unterschied vor allem bei Fremdwährungen.
Bei einem Währungsumrechnungsentgelt von 2,20 Prozent ergeben sich beispielsweise folgende Zusatzkosten:
- Bei 250 Euro Fremdwährungsumsatz: 5,50 Euro
- Bei 500 Euro Fremdwährungsumsatz: 11 Euro
- Bei 1.000 Euro Fremdwährungsumsatz: 22 Euro
- Bei 2.000 Euro Fremdwährungsumsatz: 44 Euro
Zusätzlich können Geldautomatenbetreiber ein eigenes Entgelt verlangen. Der Automat muss dieses normalerweise vor der Auszahlung anzeigen. Wer die Abhebung bestätigt, akzeptiert auch diese Gebühr.
Kostenfalle im Ausland: Wähle am Geldautomaten oder Kartenterminal möglichst die Abrechnung in der jeweiligen Landeswährung. Bei einer angebotenen Umrechnung in Euro – häufig als „Dynamic Currency Conversion“ bezeichnet – kann ein ungünstiger Wechselkurs des Betreibers verwendet werden.
Kostenloses DKB-Girokonto und Aktivstatus sind nicht dasselbe
Dieser Unterschied wird leicht übersehen. Bei neueren Erstkonten sorgt ein monatlicher Geldeingang von mindestens 700 Euro sowohl für die kostenlose Kontoführung als auch für den Aktivstatus. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen das Konto kostenlos sein kann, obwohl der Aktivstatus nicht automatisch besteht.
Wann bleibt das Erstkonto ohne 700 Euro kostenlos?
- Wenn der Kontoinhaber noch keine 28 Jahre alt ist
- Wenn das Erstkonto vor dem 14. September 2022 eröffnet wurde
Für Erwachsene unter 28 Jahren bedeutet die kostenlose Kontoführung nicht automatisch, dass sie auch alle Vorteile des Aktivstatus erhalten. Beim ehemaligen DKB-Kinderkonto gelten zudem besondere Altersregeln: Nach der Volljährigkeit bleibt der Aktivstatus nach aktuellen DKB-Angaben noch bis zum 21. Geburtstag bestehen, während das Girokonto bis zum 28. Geburtstag kostenlos bleibt.
Wird bei einem kostenpflichtigen Erstkonto die 700-Euro-Grenze nicht erreicht, verlangt die DKB derzeit 4,50 Euro Kontoführungsgebühr pro Monat. Zusätzliche Girokonten kosten grundsätzlich 2,50 Euro monatlich. Für ältere Bestandskonten und besondere Kontomodelle können abweichende Regeln gelten.
Lohnt sich der DKB Aktivstatus?
Wenn du den Mindestgeldeingang ohne zusätzliche Kosten organisieren kannst, ist der Aktivstatus in der Regel sinnvoll. Besonders deutlich ist der Nutzen bei Reisen außerhalb des Euroraums, regelmäßigen Online-Einkäufen in Fremdwährungen oder wenn du häufiger Bargeld im Ausland abhebst.
Der Aktivstatus ist besonders interessant, wenn du …
- regelmäßig außerhalb des Euroraums reist,
- häufig in Dollar, Pfund oder anderen Fremdwährungen bezahlst,
- die DKB als Gehaltskonto verwendest,
- Wert auf das Notfallpaket bei Kartenverlust legst oder
- deinen Dispokredit gelegentlich nutzt.
Weniger wichtig ist der Aktivstatus, wenn du …
- ausschließlich in Euro bezahlst,
- kaum reist und keine Fremdwährungsumsätze hast,
- kein Notfallpaket benötigst und
- dein Konto nicht überziehst.
Allerdings sollte auch die mögliche Kontoführungsgebühr berücksichtigt werden. Bei einem nach dem 13. September 2022 eröffneten Erstkonto und einem Alter ab 28 Jahren können ohne ausreichenden Geldeingang derzeit 54 Euro pro Jahr entstehen.
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So vermeidest du typische Fehler bei der 700-Euro-Regel
- Nicht bis zum Monatsende warten: Maßgeblich ist der Buchungstag. Wochenenden und Feiertage können den Eingang verzögern.
- Einen kleinen Puffer einplanen: Statt genau 700 Euro können beispielsweise 710 oder 720 Euro helfen, Abweichungen zu vermeiden.
- Ausgeschlossene Buchungen nicht einrechnen: Zinsen, Stornos und bestimmte Rückbuchungen zählen nicht.
- Alle drei Monate im Blick behalten: Die DKB betrachtet bei ihrer monatlichen Prüfung die vergangenen drei Monate.
- Status vor der Reise kontrollieren: Prüfe in der App, ob der Aktivstatus tatsächlich angezeigt wird.
- Automatische Umrechnung ablehnen: Bezahle im Ausland möglichst in der Landeswährung.
- Betreibergebühren beachten: „Seitens der DKB kostenlos“ schließt Gebühren des Geldautomatenbetreibers nicht aus.
Wo kann man den Aktivstatus prüfen?
In der DKB-App findest du den Status im Profil direkt unter deinem Namen. Im Web-Banking wird er unter „Mein Profil“ beziehungsweise im Bereich „Status“ angezeigt. Wenn du kurz vor einer Auslandsreise stehst, solltest du zusätzlich die Karteneinstellungen und die Freigabe der benötigten Länder oder Regionen kontrollieren.
Reicht die Visa Debitkarte mit Aktivstatus aus?
Für gewöhnliche Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen ist die kostenlose Visa Debitkarte für viele Kunden ausreichend. Eine Debitkarte besitzt aber keinen eigenen Kreditrahmen; Zahlungen werden direkt dem Girokonto belastet.
Bei Mietwagenfirmen und einzelnen Hotels kann eine echte Kreditkarte für die Kaution verlangt werden. Wer solche Buchungen plant, sollte vorher die Bedingungen des Anbieters prüfen. Mehr dazu findest du in unserem Vergleich DKB Visa Debitkarte oder Kreditkarte – welche Karte passt zu dir?
Fazit: Kleine Regel, spürbarer Unterschied
Der DKB Aktivstatus ist vor allem für Reisende und Menschen mit Fremdwährungsumsätzen interessant. Die entscheidende Regel ist einfach: In jedem Monat sollten mindestens 700 Euro rechtzeitig auf dem Girokonto gebucht werden. Die Summe darf aus mehreren Eingängen bestehen, doch bestimmte Gutschriften werden nicht berücksichtigt.
Wer nur im Euroraum bezahlt, spürt vom Aktivstatus im Alltag möglicherweise wenig. Außerhalb des Euroraums können die 2,20 Prozent Währungsumrechnungsentgelt ohne Aktivstatus jedoch schnell ins Gewicht fallen. Deshalb lohnt es sich, den Status vor Reisen in der App zu prüfen und den Geldeingang nicht erst am Monatsende einzuplanen.
Ob das gesamte Kontomodell zu dir passt, erfährst du in unserem ausführlichen DKB-Girokonto-Überblick.
Häufige Fragen zum DKB Aktivstatus
Wie viel Geld muss für den DKB Aktivstatus eingehen?
Pro Monat müssen insgesamt mindestens 700 Euro auf dem DKB-Girokonto eingehen. Der Betrag darf sich aus mehreren Zahlungseingängen zusammensetzen.
Muss es sich bei den 700 Euro um Gehalt handeln?
In den öffentlich zugänglichen DKB-Regeln wird kein reiner Gehaltseingang verlangt. Die DKB nennt einen regelmäßigen Geldeingang und weist darauf hin, dass sich dieser aus mehreren Beträgen zusammensetzen kann. Bestimmte Buchungen wie Zinsgutschriften, Stornos und Rücklastschriften sind ausgeschlossen.
Zählt eine Überweisung vom eigenen Konto?
Die DKB empfiehlt auf ihrer Informationsseite neben dem Kontowechsel ausdrücklich auch das Einrichten eines Dauerauftrags. Entscheidend ist, dass die Überweisung als gültiger Geldeingang gebucht wird und nicht zu den ausgeschlossenen Rück- oder Stornobuchungen gehört. Bei ungewöhnlichen Buchungsketten solltest du die Anerkennung direkt mit der DKB klären.
Was passiert, wenn in einem Monat weniger als 700 Euro eingehen?
Die DKB prüft monatlich die jeweils vergangenen drei Monate. Wird die Voraussetzung nicht erfüllt, kann der Aktivstatus entfallen. Bei neueren Erstkonten kann zusätzlich die monatliche Kontoführungsgebühr von derzeit 4,50 Euro entstehen, sofern keine andere Befreiung greift.
Ist das DKB-Girokonto ohne Aktivstatus kostenlos?
Das hängt vom Konto und vom Alter ab. Erstkonten, die vor dem 14. September 2022 eröffnet wurden, sowie Erstkonten von Personen unter 28 Jahren bleiben nach aktuellen DKB-Angaben auch ohne 700 Euro Geldeingang kostenlos. Bei später eröffneten Erstkonten fallen ansonsten derzeit 4,50 Euro im Monat an.
Kann man mit Aktivstatus weltweit kostenlos Geld abheben?
Die DKB verlangt mit der Visa Debitkarte und Aktivstatus grundsätzlich kein eigenes Entgelt für Bargeldabhebungen in Fremdwährung. Geldautomatenbetreiber können jedoch eigene Gebühren erheben, die von der DKB nicht erstattet werden. Außerdem gilt bei Abhebungen am Automaten grundsätzlich ein Mindestbetrag von 50 Euro beziehungsweise der entsprechende Gegenwert.
Ist der Aktivstatus für die DKB Visa Kreditkarte notwendig?
Nach den aktuellen DKB-Angaben sind Zahlungen und Bargeldabhebungen mit der optionalen Visa Kreditkarte seitens der DKB unabhängig vom Aktivstatus in allen Währungen kostenlos. Für die kostenlose Visa Debitkarte ist der Aktivstatus dagegen bei Fremdwährungen wichtig.
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Quellen und Stand
- DKB: Vorteile und Voraussetzungen des Aktivstatus
- DKB: Weltweit bezahlen und Geld abheben
- DKB: Voraussetzungen für ein kostenloses Girokonto
- DKB: Preise und Bedingungen
Stand des Artikels: 31. Juli 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Finanzberatung dar.